Aufgabenbereich einer Fondsgesellschaft ?

Fondsmanager verwalten rentable Kapitalanlagen

Wer sein Kapital anlegen möchte und sich nicht mit den niedrigen Zinsen eines Sparbuches zufrieden geben möchte, sollte in Fonds investieren. Hier wird das Geld vieler Anleger gesammelt, um von professionellen Fondsmanagern verwaltet und investiert zu werden. Dabei werden die Gelder in verschiedene Finanzanlagen wie beispielsweise Immobilien, festverzinsliche Wertpapiere oder Aktien angelegt.

So kann jeder an den Renditechancen der nationalen und internationalen Kapital- und Finanzmärkte teilhaben mit der Vorgabe, das individuelle Anlagerisiko zu reduzieren. Priorität bei den Aufgaben, die eine Fondsgesellschaft wahrzunehmen hat ist, die ihr anvertrauten Einlagen in einem Sondervermögen (Investmentfonds) nach Maßgabe der gesetzlichen und vertraglichen Anlagegrundsätzen anzulegen. So darf eine Kapitalanlagegesellschaft mehrere Sondervermögen (Investmentfonds) auflegen. Zu bedenken gilt jedoch, dass auch Anlagen in Investmentfonds nicht vor Währungs- oder Kursschwankungen geschützt sind. Wer sein Vermögen jedoch langfristig anlegen will, ist nach einer längeren Anlagefrist weitestgehend vor Kursverlusten geschützt.

Aktienfonds legen das Geld in inländische, europäische und weltweite Aktien an. Zudem gibt es auch Fonds, die in bestimmte Länder oder Regionen investieren und damit eine bestimmte Anlagestrategie verfolgen. Rentenfonds setzen meist unterschiedliche Schwerpunkte und legen das Geld in ein breites Spektrum von unterschiedlichen Anleihen an.

Gemischte Fonds - Attraktive Anlageform

Als attraktive Anlageform nutzen viele Anleger auch gemischte Fonds, die das Geld außer in Aktien auch in festverzinsliche Wertpapiere anlegen. Je nach dem Anlageschwerpunkt des Fonds, wird entweder tendenziell auf Aktien gesetzt oder, wie bei Renditefonds, auf Renten. Bei den offenen Immobilienfonds wird das Geld der Anleger in Gewerbegrundstücke, Immobilien und Beteiligungen an Grundstücksgesellschaften investiert. Im Gegensatz zu den geschlossenen Fonds hat hier der Anleger die Möglichkeit, seine Anteile jederzeit zu erwerben oder wieder zu verkaufen.

Geldmarktfonds sind erst seit dreizehn Jahren zugelassen und bieten dem Anleger die Möglichkeit, das bei einer Kapitalanlagegesellschaft angelegte Geld in Bankguthaben und andere Geldmarktinstrumente, wie Schuldscheindarlehen oder festverzinsliche Wertpapiere anzulegen. Das Investmentgesetz in der Bundesrepublik regelt den Mindestgrad der Risikomischung. Ferner beinhaltet dieses Gesetz, dass die jeweiligen Fonds- Vertragsbedingungen enthalten sind und spezielle Vorschriften über zulässige Anlagewerte und Anlagegrenzen eingehalten werden.

Fonds Rücknahmepreis

Auch hat der Anleger die Möglichkeit, seine Anteile wieder zurück zu geben. Der Rücknahmepreis eines Investmentanteilscheins (Anteilspreis) ist der Preis, zu dem die Fondsgesellschaft zurückgegebene Investmentanteile einlöst. So ergibt der Rücknahmepreis den Gesamtwert (Inventarwert) des Fondsvermögens dividiert durch die Anzahl der umlaufenden Anteilscheine. Der Rücknahmepreis des Anteilscheins entspricht so dem Wert des Anteils am Sondervermögen. Zu bedenken gilt für Anleger, die ihre Anteilscheine zurückgeben wollen, dass einige Fonds einen Rücknahmeabschlag berechnen. Die Veräußerung ist börsentäglich bei jeder Gesellschaft möglich.

Text: Robert Jacobi - Artikel vom: 02.03.2007