Teichfilter Eigenbau - Selbst bauen
Für was einen Teichfilter bauen?
So mancher Aquarienfreund möchte auch im Garten nicht auf ein Fisch-Zuhause verzichten und einen Gartenteich sein Eigen nennen. Jedoch weiß er auch um die schnelle Algenbildung die besonders durch die sommerliche Wärme schnell einsetzen kann.
Unter Algen versteht man jene pflanzenähnlichen Lebewesen, die Photosynthese betreiben, jedoch nicht zu den Pflanzen gehören. Im Teich finden sich zumeist Schwebealgen (im oberen Wasserbereich) sowie Fadenalgen, die sich bis auf den Grund des Bodens verbreiten. Sie färben dabei das Wasser grün und trüben es ein und bieten zusätzlich einen Nährboden für Keime, die nicht nur den Lebensraum der Fische einschränken, sondern auch krank machen können. Hinzu kommt, dass Algen durch ihre Photosynthese den Sauerstoff im Teichwasser aufbrauchen und die Fische dadurch einschränken.
Bereits im Frühjahr beginnt die Algenblüte, welche sich im Wasser bei den ersten Sonnenstrahlen sehr schnell ausbreiten kann. Daher sollte man rechtzeitig mit dem Filterbau beginnen um die Algenbildung frühestmöglich einzudämmen und die Teichbewohner zu schützen.
Der Keim- und Algenbildung vorbeugen
Mit einem Teichfilter kann man den Vorgang der Algen- und Keimbildung jedoch eindämmen oder bisweilen sogar ganz vermeiden. Auch wird dem Wasser durch den richtigen Filter wieder Sauerstoff zugeführt. Anders als bei einem Aquariumsfilter kommen bei einem Teichfilter neben den verschiedenen Filtermaterialien auch Klärbakterien zum Einsatz, die das Wasser ohne chemische Zusätze und ihre Nebenwirkungen wieder aufbereiten und den Teichbewohnern klares, sauberes Wasser für ihren Lebensraum bieten.
Mit ein wenig Aufwand und handwerklichem Geschick lässt sich ein geeigneter Teichfilter auch selbst bauen. Der Grundaufbau des Filters, der aus den Behältern und Schläuchen besteht, lässt sich bereits fertig im gut sortierten Handel erwerben. Eine günstigere Variante stellen dabei mehrere (beispielsweise vier bis fünf) Regentonnen mit Auslaufhahn und Deckel dar, welche mit Regentonnenverbindern verknüpft werden.
Die Filterbestandteile sind der teuerste Kostenfaktor
Des weiteren werden verschiedene Filtermaterialien benötigt wie Filtermatten (auch Japanmatten genannt), Filterpatronen, verschiedene Filterbürsten (Japanbürsten), Filterigel und weitere Filtermaterialien im Handel bereitgehalten, die wahrscheinlich den größten Kostenfaktor des gesamten Filterbaus für sich beanspruchen dürften.
Sind diese Artikel alle beisammen fehlt noch eine gute Teichpumpe sowie ein UV-C-Wasserklärer. Bei beidem sollte man nicht sparen sondern die Qualität vorziehen, damit der Teichfilter nicht nur eine Saison seine Arbeit verrichten kann. Die Teichpumpe transportiert dabei das Wasser durch die Tonnen mit den verschiedenen Filtermaterialien. Der UV-C Wasserklärer verbrennt beim Vorbeifließen der Algen selbige, welche dann von den Klärbakterien vernichtet werden.
Bauanleitungen für Teichfilter
Einfach nachmachbare Bauanleitungen für einen Teichfilter Marke Eigenbau finden Sie häufig im Internet, beispielsweise auf Informationsseiten oder auch in Foren für Hobbygärtner, bei denen sich zumeist auch Gartenteich-Besitzer finden.
Text: Kai Reinert - Artikel vom: 19.04.2007 - Bildquelle: Kammikatze/pixelio.de