Mobilfunk-Discounter – Eine Übersicht

Mobilfunk-Discounter schiessen aus dem Bodem

Seit dem Start von simyo vor zwei Jahren gab es Ende 2005 bis Mitte 2006 eine wahre Blütezeit von Mobilfunk-Discountern. Hierbei war vor allem der kreativen Namensgebung kaum Grenzen gesetzt. Namen wie: blau oder schwarzfunk gehören jedenfalls zu den Ausgefallensten. Andere wie z.B. callmobile drücken durch ihren Namen wenigstens noch aus, worum es eigentlich geht – Mobilfunk. Nachdem die Anzahl der Anbieter immer größer wurde, ist der Stand Anfang 2007 so, dass auch schon wieder die ersten Anbieter vom Markt oder/und Bildfläche verschwinden.

Debitel light existiert z.B. nicht mehr, da es von blau aufgekauft wurde und viele kleinere Anbieter auf dem E-Plus-Netz lassen nichts mehr von sich hören: Viva, Jamba oder Schwarzfunk haben ihre Werbung auf den eigenen Kanal beschränkt und die großen Marketing-Kampagnen aufgegeben. Nach fast zwei Jahren Mobilfunk-Discounter in Deutschland ist der Markt schon etwas stabiler geworden und es haben sich auf den beiden Haupt-Discounter-Netzen D1 und E-Plus ein paar Anbieter herauskristallisiert, die den Markt prägen.

  • Im D1-Netz sind es callmobile, klarmobil und simply.
  • Im E-Plus-Netz sind es blau und simyo

Unterschiede der Mobilfunk-Discounter zu klassischen Verträgen

Aber wo liegen die Vorteile dieser Anbieter im Gegensatz zu einem klassischen Vertrag direkt vom Netzbetreiber E-Plus oder T-Mobile? Der Hauptunterschied liegt jedenfalls in der Einfachheit des Vertrags. Hier soll callmobile als Beispiel für die Mobilfunk-Discounter genommen werden.

Callmobile-Tarif

Der callmobile-Tarif hat keine Grundgebühr, kein Mindestumsatz und keine Vertragsbindung. Bei klassischen Verträgen bindet man sich in der Regel für 2 Jahre an einen Anbieter. Hier kann jederzeit aufgehört und gewechselt werden. Außerdem gibt es keine finanziellen Verpflichtungen, da Grundgebühr und Mindestumsatz bei callmobile gleich null sind. Ein einheitlicher Tarif, der rund um die Uhr, in alle Netze und deutschlandweit gültig ist. Bei callmobile sind es 14 Cent/Min. Bei klassischen Verträgen gibt es unterschiedlich hohe Kosten zu den Haupt- und Nebenzeit oder am Wochenende.

Die SMS kosten bei callmobile auch nur einheitliche 12 Cent/SMS. Auch hier gibt es keine Unterschiede zu Haupt- und Nebenzeiten. Callmobile arbeitet im Prepaid-Verfahren und ermöglicht so eine bessere Kostenkontrolle. Beim klassischen Vertrag kommt einmal im Monat eine Rechnung über den letzten Monat und damit auch immer die Überraschung über die Höhe der Rechnung. Prepaid bedeutet bei callmobile allerdings nicht Guthabenkarte rubbeln, sondern bequem alles über das Internet erledigen.

Nachteile bei Mobilfunk-Discountern

Allerdings gibt es natürlich bei den Mobilfunk-Discountern auch einen Nachteil: es gibt kein neues Handy mit dazu. Die Mobilfunk-Discounter verkaufen immer nur eine SIM-Karte und sollte ein neues Handy gewünscht sein, so muss dieses extra gekauft werden. Dies klingt zwar schlecht, aber der Kauf eines neuen Handys über das Internet (Preise können z.B. über eine Preissuchmaschine gesucht werden) und der Kauf der SIM-Karte bei einem Mobilfunk-Discounter rechnet sich eigentlich immer besser, als der Kauf eines Handys inkl. einem 24 Monats-Vertrages. Meistens übersteigt nämlich schon die Grundgebühr oder/und der Mindestumsatz auf 24 Monate gesehen den Kaufpreis des neuen Handys beiweiten.

Text: Jörg Lehmann - Artikel vom: 21.02.2007